Zaman

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das (Coursing) Leben ist gefährlich

Ich war etwas nachlässig in letzter Zeit, habe den Blog länger nicht aktualisiert. Zu viele Dinge gab es, die mich Denken machten und ich brauchte Zeit, um Vorgefallenes zu verarbeiten und den Alltag für uns wieder tauglich zu machen…

Der Magyar Agar ist selten anzutreffen, auch auf Rennen und Coursings. Auch wenn einige sich stark engagieren, eine Lobby hat der Magyar Agar nicht. Und so ist es auch nicht verwunderlich, wenn nur wenige Hähne danach krähen, ob denn die Rahmenbedingungen bei diesen Veranstaltungen dieser Rasse gerecht werden. Man orientiert sich entweder an den langsameren Rassen oder (sofern vorhanden) an den ganz Schnellen. Dort ist der Rückhalt der Masse gegeben um Dinge zu bewegen und für die entsprechende Rasse passend zu machen.

Will man seinen Hund laufen lassen, hört man gar oft: Ein Magyar Agar packt das schon. Und weil er es packen sollte, wird auch nicht näher eingegangen auf die speziellen Wünsche der Besitzer, sofern sich diese zu äussern wagen. Egal ob auf Gras gelaufen wird oder auf Sand, ein Coursing auf unwegsamen Gelände oder auf englischem Rasen. Ja, der Magyar Agar packt das. Er ist schnell, wendig, robust und ein gnadenloser Jäger. Aber um welchen Preis?

Ich habe noch immer Karls Worte im Ohr: Egal ob du Rennen oder Coursing machst, es geht nur um den Hund. Die Rahmenbedingungen müssen stimmen. Und wenn nicht, musst du alles daran setzen, sie passend zu machen. Wenn das nicht geht, bleib zu Hause und mach dir einen schönen Tag.

Ja, ich war wirklich nachlässig in letzer Zeit. Ich habe das nicht getan, was ich sonst immer mache: Prüfen und kontrollieren und schauen, ob es passend ist für die Hunde. Wahrscheinlich war zu lange nichts passiert. Zu versiert sind meine Magyar Agarak, als dass sie irgendetwas ‚nicht schaffen’ könnten. Trotzdem hat es uns diesmal getroffen. Nicht aus eigenem Verschulden – das ist hart. Aber sie haben überlebt. Ein weniger robuster Windhund hätte wohl ‚den Löffel abgegeben’ …

So kann dies nur ein Denkanstoss sein, Fehler in Zukunft zu vermeiden, genauer zu überprüfen und Parcours rassegerechter zu gestalten. Das ist die einzige Empfehlung, die ich mir momentan selber geben kann. Und: wie auch auf den Bahnen schauen: da, wo Greys laufen, kann auch ein Magyar Agar laufen.

An dieser Stelle möchte ich mich bedanken. Sie waren da, als wir sie brauchten: Conny, Diane, Thomas, Andi, Martin, Dr. Matthias Seewald und meine zuverlässige Stütze Dr. Elke Adriany. Ohne sie wäre wohl vieles anders gekommen. Und wir würden dem Renn- und Coursingsport in Zukunft den Rücken zu drehen. Das tun wir aber nicht. Eine ‚Jagdveranstaltung’ ist wohl das Interessanteste, was man einem Windhund bieten kann. Muss. Aber wir werden alles daran setzen, dass der Sport für unsere Hunde in Zukunft sicherer gestaltet wird. Und wir hoffen auf starke Rückendeckung, unabhängig von persönlichen Befindlichkeiten.

Letzten Freitag ging es für unseren Nachwuchs – mit lieben Freunden im Schlepptau – zu den ersten Coursinglizenzläufen. Die Trainings hatten sie mit Bravour bestanden, sodass einer positven Laufabnahme nichts mehr im Weg stand.
Als Zaman lief wurde kurzfristig – und für mich in der Hektik nicht sichtbar – ein Sandsack zwecks besserer Bodenhaftung an den Hasen gehängt. Bei einer scharfen Wendung blieb der Hase dadurch an der (wahrscheinlich zu kleinen) Rolle hängen und Zaman ‚killte’ den Hasen samt Eisenrolle in vollem Tempo. Was sich auf den ersten Blick als gebrochener Zahn ansah, entpuppte sich beim Spezialisten als handfeste Kieferfraktur, zwei gebrochene ins Kiefer verschobene Zähne, Schnittwunden und Schädeltrauma inklusive.

Mehr braucht man nicht. Denkt man.

Am Sonntag begleitete Fenyves ihre Tochter bei den Läufen. Aufgrund des gesteckten Parcours innnerhalb eines nahezu abgegrenzten Feldes entschieden wir uns, die Hunde uneinsichtiger starten zu lassen. Fenyves, mit ihrer jahrelangen Erfahrung wusste trotzdem, dass der Hase nur innerhalb des Zaunes laufen würde und kürzte entsprechend ab. Als der Hase geradewegs auf einen uneingezäunten Teil des Geländes hin gezogen wurde dachte sie wohl, hier wird er entkommen und gab nochmal Gas für den Sprint auf die Beute.
Ein fataler Irrtum, den das Leben so nicht schreibt. Der Hase bog wieder scharf in das eingezäunte Gelände, Fenyves konnte in der Geschwindgkeit nicht mehr korrigeren und donnerte metertief in ein fast leeres Bachbett.

Sie hatte wohl ihren Schutzengel mit dabei. Laufen wird sie aber in Zukunft nicht mehr können. Die einzige Möglichkeit, das vollkommen zerstörte und aus den Angel gerissene Karpalgelenk samt gerissenen Bänder zu retten war eine Arthrodese, eine künstliche Versteifung des Gelenks mittels Metallschiene.

Wir sind alle wohlauf inzwischen und haben die Tage gut für uns gerettet, die Genesung geht gut voran.
Sorgen macht uns noch Zellö, die nach eingeschleppten Magen-Darm Problemen von der letzten Ausstellung sich am Wochenende trotz massivem Gewichtsverlust wieder erholt hatte. Seit dem Unfall von Fenyves weicht sie nicht von ihrer Seite und verweigerte bis gestern so gut wie jede Nahrungsaufnahme.

Ja, es sitzt uns tief in den Knochen, aber auch das werden wir schaffen. Und schon morgen werden die Sorgen von heute hoffentlich nur mehr Schnee von gestern sein.

 

Ein frohes Fest!

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